programm     winter    2019      
 
KULTUR cinema       farbgasse arbon        071 440 07 64                  beiz offen ab 19.30                  beginn 20.30h 
   

freitag  11. januar

konzert:  le rex

   

 

Vier Bläser, ein Schlagzeug – das sind Le Rex. Ihre Alben entstehen auf dem korsischen Dorfplatz, im Bankenviertel von Pittsburgh, vor dem Hühnerstall, am Strand, in einer Garage in Chicago.

Le Rex lässt Bebop aufblitzen, erinnert an Hochzeit auf dem Balkan und Beerdigung in Griechenland, spielt Popgrooves so knusprig wie Corn Flakes ohne Milch, lässt Legenden des Rhythm’n’blues Revue passieren, verbindet bittersüsse Balladen mit Freejazzausbrüchen.

Fünf Musiker haben ihre gemeinsame Stimme gefunden, und die ist unverkennbar! Und egal ob Strassenköter oder Jazzaficionado, Kleinkind oder greiser Literat, die Hörer sind begeistert. Selbst die Carabinieri auf dem Domplatz Milano kauften erst eine CD bevor sie die Handschellen zückten.

 

Benedikt Reising – alto sax
Marc Stucki – tenor sax
Andreas Tschopp – trombone
Marc Unternährer – tuba
Rico Baumann – drums

 

eintritt 30.- Fr.

 

 

 

     
     

freitag 18. januar

film:  djam

 

   

tony gatlif       d  2017

Zwei junge Frauen auf einer Odyssee durch Griechenland. Klar herrscht in dem Kinofilm "Djam" überall Krise. Aber das ist genau die richtige Stimmung für Rembetiko-Musik.

In seinem neuen Spielfilm „Djam“ widmet der algerischstämmige französische Regisseur Tony Gatlif  sich dem Rembetiko, einer in Griechenland gepflegten Musiktradition griechisch-türkischen Ursprungs.

Mit zwei jungen Frauen in den Hauptrollen inszeniert Gatlif eine Art Roadmovie, das seinen Ausgang auf der griechischen Insel Lesbos hat und auch wieder zurück dorthin findet. Flüchtlings- und Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf die Menschen kommen dabei ganz beiläufig mit ins Spiel.  Doch „Djam“ ist in erster Linie ein sehr sinnlicher Film über die Kraft, die in der Musik steckt, und den unbeugsamen Lebenswillen der Menschen.

 

 

 

     
     

freitag 25. januar

konzert:  stefan aeby trio       the london concert

   

Ihr Bandsound mit magischer Komponente verzaubert einmal mehr und macht dieses Trio zu etwas ganz Besonderem.

 „Virtuoser Kammerjazz ohne Prahlerei, dafür mit wahren Schätzen an träumerischer und lyrischer Musik“. So beschreibt der Journalist Eric Steiner in „La Liberté“ die Musik des Stefan Aeby Trios. Mit Stefan Aeby am Piano, André Pousaz am Bass und Michi Stulz am Schlagzeug erreicht das Trio eine neue klangliche Dimension. Das Zusammenspiel der hochsensibel interagierenden Musiker baut dabei nicht auf der Exzentrik solofokussierter Ku¨r auf, sondern beruht auf dem demokratischen Prinzip einer kollektivdienlichen Zuru¨ckhaltung.

“Etwas ganz Besonderes!”  (jazzthing)

Stefan Aeby Piano, Andre Pousaz   Bass, Michi Stulz     Drums

eintritt30.- fr

 

 

 

     
     

freitag 8. februar

film:  argentina

 

   

Carlos Saura, E 2015

Der preisgekrönte spanische Regisseur Carlos Saura (84) lädt zu einer musikalischen Reise quer durch die Argentinische Folklore ein. Wirbelnde Röcke, hypnotisierende Rhythmen, betörende Melodien machen diese Dokumentation zu einem im ganzen Körper spürbaren Erlebnis.

Mitreißend, faszinierend und überaus erotisierend. Auch wenn es im Gesang oft um Armut, Verlust und Tod geht, im Tanz geht es immer um die Liebe.

 

 

 

     
     

freitag 15. februar

film:  die welt ist gross und rettung lauert überall

 

   

Stephan Komandarev , D/ Bul 2008

Mit Backgammon, einer Leidenschaft der gesamten Familie und einer Tour quer durch Europa versucht Bai Dan, seinem Enkel Herkunft und Vergangenheit wiederzugeben. Wenn der Opa mit seinem Enkel eine Reise tut, kann alles passieren, sogar, dass sich das Leben plötzlich als Backgammonspiel entpuppt. "Das Schicksal ist der Würfel, den du in den Händen hältst, und das Leben ist ein Spiel auf dem Grat zwischen Glück und Können".

Komanderev inszenierte den Festivalliebling mit leisen Tönen und einer sensiblen Mischung aus Tragik und vorsichtigem Humor.

 

 

 

     
     

freitag 22. februar

filmklassiker:  fitzcarraldo

 

   

Werner Herzog    D/Peru 1982

Ein Film, der Berge versetzt. Das ist ein Projekt ganz nach dem Geschmack des Regie-Exzentrikers Werner Herzog. Deshalb ließ sich der Münchner 1981 auch trotz nahezu unüberwindbarer Probleme nicht von der Umsetzung seines berauschend photographierten Urwald-Epos’ „Fitzcarraldo“ abbringen. In grandiosen Bildern schildert Herzog in der vierten Zusammenarbeit mit seinem Leibschauspieler Klaus Kinski die Geschichte eines großen Traumes.

Dass „Fitzcarraldo“ angesichts der Produktionsgeschichte überhaupt fertig gestellt wurde, gleicht einem filmischen Wunder. Die vierjährigen Mühen haben sich für alle Beteiligten jedoch ausgezahlt. „Fitzcarraldo“ ist meisterhaftes Kino, ein visuelles Kunstwerk und vielleicht das letzte große Abenteuer des deutschen Films.

 

 

 

     
     

freitag 1. märz

filmklassiker:  die dinge des lebens

 

   

Claude Sautet  F/I/CH  1970

Ein stimmungsvolles und poetisches Melodram mit den Schauspielerlegenden Romy Schneider und Michel Piccoli. Pierre wird in einen schweren Autounfall verwickelt. Verletzt und um sein Leben ringend, sieht er sein Leben vor seinen Augen vorbeiziehen. Erst jetzt versteht er die Bedeutung aller Details seiner Existenz – die Freude und das Leid, die zusammen das Glück des Lebens ergeben.

Die Dinge des Lebens war der erste von fünf Filmen, die Sautet mit Romy Schneider gedreht hat, er machte sie und Piccoli zum wichtigsten Liebespaar des französischen Kinos der frühen Siebziger Jahre. Und es begann eine lebenslange Zusammenarbeit mit dem Komponisten Phillippe Sarde – er war erst zwanzig, aber man kann seine Musik nicht mehr vergessen, wenn man die Dinge des Lebens gesehen hat.

 

 

 

     
     

freitag 8. märz

konzert:  trio shalosh          rules of oppression

   

Dieses Power-Trio ist eine weitere musikalische Entdeckung aus Israel: Die drei jungen Musiker und langjährigen Freunde produzieren zusammen einen elektrisierenden Sound und haben die Besucher des Kultturcinema schon einmal begeistert.

Rauer Jazz wird mit Rock-Attitüde gespielt, wobei sanfte Melodien mit rhythmischen Vielschichtigkeiten einhergehen. Komponiert sind die Stücke, die zum Teil von Literaturwerken inspiriert und teilweise Coverversionen sind, von Pianist Gadi Stern. Gemeinsam mit Matan Assayag am Schlagzeug und David Michaeli am Bass erobert Shalosh mit dem neusten Werk «Rules of Oppression» (2017) die Jazzwelt und auch das eine oder andere Rockerherz.


Es ist einfach fabelhaft aufregende Musik, wie man sie sonst nirgends zu hören bekommen wird.

eintritt: 30.- fr.

 

 

 

     
     

freitag 15. märz

film:  wajib

 

   

Annemarie Jacir  , Palästina 2017

Annemarie Jacir begibt sich auf eine humorvoll ernsthafte Fahrt durch Nazareth. Der in Rom lebende Architekt Shadi ist zu Besuch in seinem Heimatort. Er soll dem Vater dabei helfen, die Einladungen zur Hochzeit seiner Schwester persönlich zu überbringen, wie dies in Palästina traditionell gemacht wird. Wir erleben die Tücken einer Vater-Sohn-Beziehung und tauchen ein in die Gegenwart Nazareths.

Ein Film, der ganz einfach daherkommt aber ungemein vielschichtig und reichhaltig ist und obendrein und vor allem auch voller feinstem Humor.                                                                           

 

 

 

     
     

freitag 22. märz

film:  down by law

 

   

 

jim jarmusch  usa 1986

Ein italienischer Vollblutcineast versus zwei begnadete Kultmusiker: Roberto gewinnt zwar Nicolettas Herz, doch die coolen Helden sind Waits und Lurie.


Unvergessen sind in Jim Jarmuschs superber Gaunerkomödie viele Szenen. Etwa das Intro mit der Kamerafahrt durch New Orleans zu Tom Waits’ melancholisch-trunkenem Song «Jockey Full of Bourbon».

Auch sonst hatte Jim Jarmusch im Gegensatz zu seinen drei Kleinganoven «alles im Griff» (im amerikanischen Slang meint «down by law» genau dies). Mit seinem unverwechselbaren lakonischen Erzählstil, den stimmigen Schwarz-Weiss-Bildern von Robby Müller, dem minimalistischen Soundtrack von John Lurie und den Songs des Gassenpoeten Tom Waits gelang ihm ein perfekter Independent-Film.

 

 

 

     
     

 

 

 

 

KULTUR cinema farbgasse arbon 071 440 07 64

                      

 Wir danken für die Unterstützung der Stadt Arbon, dem Kanton Thurgau, Migros Kulturprozent , softproject ag

Christian Hiller eidg. dipl. Klavierbauer und Stimmer und allen Mitgliedern.