programm     herbst    2018      
 
KULTUR cinema       farbgasse arbon        071 440 07 64                  beiz offen ab 19.30                  beginn 20.30h 
   

freitag  26. oktober

film:  luna papa

 

   

Regie Bakhtiar Khudojnazarov, Russland 1999

 

Was Regisseur Bakhtiar Khudojnazarov mit Luna Papa präsentiert, ist ein modernes Märchen aus 1001er tadschikischen Nacht. Denn in dem asiatischen Land passieren wundersame und zugleich wundervolle Dinge.

Tatsächlich ist der Film eine kostbare Mischung aus überschäumender Fantasie, blankem Aberwitz und harten Tatsachen. Nichts läuft in dieser Groteske nach gewohnten Regeln. Khudojnazarov bedient nicht ein Klischee über Mondschein-Romanzen, werdende Mütter oder das wilde Usbekistan.

Wer sich also im Kino mal wieder überraschen lassen und ein herausragendes Schauspieler-Ensemble genießen will, sollte diesen Filmtraum nicht verpassen.

 

 

 

     
     

freitag  2. november

konzert:  tomas sauter & daniel schlaeppi   catwalk

   

 

Highlight der europäischen Jazzszene.

Leichtigkeit, Lockerheit und Coolness. Es gibt wenige Musiker, die aus zehn Saiten eine derart unendliche Fülle an Klangfarbe und Tiefe herauszupfen. Tomas Sauter und Daniel Schläppi gehören zweifellos zu diesen Raritäten.

Mit ‹First Day In Spring› belegen sie einmal mehr ihre musikalische Reife. Aus der Essenz der Musik, der Einzigartigkeit einer jeden einzelnen Note, erzeugen sie vollendete Stimmungen, die den Hörer ins Träumen und Schwelgen versetzen. Sauter und Schläppi lassen ihrer Intuition freien Lauf.

 

Tomas Sauter, g, comp. Daniel Schläppi, b

Eintritt 25.- Fr.

 

 

 

     
     

freitag  9. november

film:  die migrantigen    jetzt schon kult

 

   

 

Regie Arman T. Riahi    A 2017

. … eine politisch unkorrekte Komödie über moderne Klischees, falsche Identitäten und „echte“ Ausländer – falls es die überhaupt gibt!

Die Migrantigen», das Spielfilmdebüt des Regisseurs Arman T. Riahi, erzielt mit geringen Mitteln die maximal lustige Wirkung. Genüsslich werden medial verbreitete Stereotype über Ausländer aufgebaut, um sie an der nächsten Ecke gleich wieder zu zerlegen.

Marko und Benny, zwei Wiener mit sogenanntem „Migrationshintergrund“, sind vollständig integriert. So sehr, dass sie kaum noch als fremd wahrgenommen werden – wären da nicht Bennys schwarze Haare. Als die beiden aufgrund ihres Aussehens von der ambitionierten TV-Redakteurin Marlene Weizenhuber, angesprochen werden, geben sie sich als kleinkriminelle und abgebrühte Migranten aus, die es faustdick hinter den Ohren haben

 

 

 

     
     

freitag  16. november

konzert:  Kovacevic & Lenzin "Swingin Balkan Soul"

 

   

 

Eines ist gewiss: Akkordeon Vizeweltmeister Goran Kovacevic braucht man nicht mehr vorzustellen. Doch im Duett mit Peter Lenzin bringt er eine zusätzliche Brise frischen Wind auf die Bühne. Denn die beiden treibt das musikalische Fernweh um. Mit ihrem Vehikel «Swinging Balkan Soul» überwinden sie mühelos nicht nur Ländergrenzen sondern auch Ozeane. Von New York über Hamburg ins Appenzellerland und kurz nach Paris und Madrid – sie schaffen das Kunststück, an vielen Orten und das auch noch gleichzeitig zu sein.

Ihre Herzen schlagen für die vielen Kulturen in Europa und der Welt. Und musikalisch im Gleichtakt. Man hört und sieht, dass sie sich verstehen und sich in der Sprache der Musik bestens zu verständigen wissen. Bei ihren virtuos und phantasievoll vorgetragenen Stücken springt der Funke und entzündet sich im Publikum. Muss man einfach erlebt haben. 


Goran Kovacevic - Akkordeon
Peter Lenzin - Saxofon

eintritt 30.-Fr.

 

 

 

     
     

freitag  23. november

film: lucky

 

   

 

Regie J. C. Lynch     USA  2017                Komödie/Drama

Der Film "Lucky" ist das schöne Vermächtnis des Schauspielers Harry Dean Stanton.

Lucky ist eine Rarität im amerikanischen Erzählkino: ein Film, der vom Tod spricht, ohne ihm Sinn unterzuschieben – untröstlich, aber nicht trostlos, tapfer, aber nicht heroisch.

Die Wahrheit, der wir uns stellen müssen, meint der Titelheld einmal, sei diese: dass alles verschwinden wird, "ins Dunkel, ins Nichts". Und keiner sei dafür zuständig. Als Lucky gedreht wurde, war sein Darsteller Harry Dean Stanton 89; im letzten Herbst ist er mit 91 Jahren gestorben.

Der Film liefert nicht nur eine Reflexion über den Tod oder ein Manifest des Atheismus, sondern: den Traum von einer Welt, in der es sich leben ließe. Ein schönes Vermächtnis.

 

 

 

   
     

freitag  30. november

film:  harold and maude

 

   

 

Regie: Hal Ashby  USA 1971

Der 18-jährige Harold, Kind begüterter Eltern, hat eine Vorliebe für alles, was mit dem Tod zusammenhängt: Er fährt mit einem Leichenwagen durch die Gegend, besucht Beerdigungen fremder Leute und inszeniert makabere Scheinselbstmorde. Die Mutter versucht Harold mit jungen Frauen zu verkuppeln, doch dieser lässt keine Gelegenheit aus, die Kandidatinnen zu schockieren.

Auf einer Beerdigung lernt er Maude kennen. Maude ist lebensbejahend, unkonventionell und impulsiv. Die beiden schliessen Freundschaft und werden ein Paar. Harold will Maude heiraten, auch wenn es einen kleinen Altersunterschied gibt – Maude ist 79!

Auch 45 Jahre nach seiner Entstehung hat Hal Ashbys Klassiker nichts von seinem Charme verloren. «Harold and Maude» gehört zu den anrührendsten und komischsten Romanzen der Filmgeschichte. Untermalt mit Cat Stevens’ unvergesslichen Songs beschwört die sanft-anarchistische Komödie die verträumte Lebenslust der amerikanischen «Blumenkinder» der Siebzigerjahre.

 

 

 

     
     

freitag  7. dezember

film:  Je ne suis pas là pour être aimé

 

   

 

Regie Stéphane Brizé,   F    1999

Eine hinreissende Komödie ! Der Film schildert die Geschichte eines fünfzig jährigen Gerichtsvollziehers mit müdem Herzen: Schon lang hat Jean-Claude die Hoffnung aufgegeben, dass ihm das Leben Freude machen könnte. Bis er es sich eines Tags gestattet, die Tür zu einem Tango-Tanzkurs aufzustossen...

Selten spielt der Tango, eine derart überzeugende melodramatische Rolle. Dementsprechend sind auch das Spiel der beiden Akteure und die oft rauen Bilder: Regisseur Stéphane Brizé lässt ihnen viel Raum zum Atmen.

Ein wunderschöner Film!"

 

 

 

     
     

freitag  14. dezember

film:  the bookshop

 

   

Regie Isabel Coixet       E/GB/D  2017

England Ende der Fünfziger Jahre: Obwohl alles gegen ihre Idee zu sein scheint, eröffnet die verträumte Florence Green in einem verschlafenen Küstendorf in England einen Buchladen.  Im Hintergrund mobilisiert eine Aristokratin gegen die Zuzüglerin.

Isabel Coixet sorgt mit ihrer betont biedermeierlichen Inszenierung für eine interessante Spannung, während die hinterhältigen Kräfte der Zersetzung fast unbemerkt wuchern dürfen. «The Bookshop» ist ein Film über Mut, den Glauben an seine Träume und die Liebe zu Büchern.

 

 

 

     
     

freitag  11. januar

konzert:  le rex

 

   

 

Vier Bläser, ein Schlagzeug – das sind Le Rex. Ihre Alben entstehen auf dem korsischen Dorfplatz, im Bankenviertel von Pittsburgh, vor dem Hühnerstall, am Strand, in einer Garage in Chicago.

Le Rex lässt Bebop aufblitzen, erinnert an Hochzeit auf dem Balkan und Beerdigung in Griechenland, spielt Popgrooves so knusprig wie Corn Flakes ohne Milch, lässt Legenden des Rhythm’n’blues Revue passieren, verbindet bittersüsse Balladen mit Freejazzausbrüchen.

Fünf Musiker haben ihre gemeinsame Stimme gefunden, und die ist unverkennbar! Und egal ob Strassenköter oder Jazzaficionado, Kleinkind oder greiser Literat, die Hörer sind begeistert. Selbst die Carabinieri auf dem Domplatz Milano kauften erst eine CD bevor sie die Handschellen zückten.

 

Benedikt Reising – alto sax
Marc Stucki – tenor sax
Andreas Tschopp – trombone
Marc Unternährer – tuba
Rico Baumann – drums

 

eintritt 30.- Fr.

 

 

 

     
     

KULTUR cinema farbgasse arbon 071 440 07 64

                      

 Wir danken für die Unterstützung der Stadt Arbon, dem Kanton Thurgau, Migros Kulturprozent , softproject ag

Christian Hiller eidg. dipl. Klavierbauer und Stimmer und allen Mitgliedern.